Auch auf der Kreisebene stark sein und stärker werden: Das ist das gemeinsame Ziel der Unabhängigen Wählergemeinschaften und -gruppierungen, die sich zum UWG Kreisverband Osnabrück-Land zusammengeschlossen haben. Dessen höchstes Organ ist die Delegiertenversammlung. Zu deren Aufgaben gehört insbesondere die Wahl des Verbandsvorstands, die Verabschiedung von Wahlvorschlägen, Anträgen und Beschlüssen. Die Versammlung in Bohmte diente auch der Vorbereitung der Aufstellung der Kreistags-Kandidaten und -Kandidatinnen der Unabhängigen Wählergemeinschaften und -gruppierungen für die Wahl am 13. September.

Für ein starkes Wahlergebnis und damit eine starke UWG-Fraktion im nächsten Kreistag.
In seinem Jahresrückblick im Dezember letzten Jahres schrieb der Kreisverbands-Vorsitzende Gunars Libeks (UWG Belm): „Die Vielfalt unserer Mitgliedsverbände ist eine große Stärke – und gemeinsam können wir viel Positives für die Gemeinden und Menschen im Osnabrücker Land erreichen.“ Verwandeln wir diese Stärke, ging als Signal von der Delegiertenversammlung aus, in ein starkes Wahlergebnis und damit in eine starke UWG-Fraktion im nächsten Kreistag.

Der Kreisverband: Kein Eingriff in die politische Willensbildung der einzelnen Mitgliedsverbände.
Können/wollen wir uns über unseren Heimatort hinaus politisch einbringen und zu diesem Zweck dem UWG-Kreisverband Osnabrück-Land beitreten? Diese Frage mit Ja oder Nein zu beantworten, ist die Entscheidung der jeweiligen unabhängigen Gruppierung. Neun haben diese Frage bislang mit Ja – das können und wollen wir – beantwortet. Ein wichtiger Faktor für alle: Laut Satzung greift der Kreisverband „nicht in die politische Willensbildung der einzelnen Mitgliedsverbände ein“.

Quelle und ©: https://www.facebook.com/buergerliste.gehrde/
Weiter gewachsen: Jetzt neun Mitgliedsgemeinden.
Vor der Delegiertenversammlung des UWG Kreisverbands Osnabrück-Land in Bohmte fand am 16. März zunächst die Vorstandssitzung statt. Unter der Leitung des Vorsitzenden Gunars Libeks wurden wichtige organisatorische Punkte bestätigt.
Ein zentrales Thema war die Weiterentwicklung des Kreisverbands: So wurde die Aufnahme neuer Ortsvereine – darunter die GfB Bohmte, die UWG Ankum sowie die Bürgerliste Gehrde – vorgestellt und von den Delegierten zustimmend zur Kenntnis genommen.
Aktuell bilden damit 9 Mitgliedsgemeinden den UWG Kreisverbands Osnabrück-Land: UWG Belm e.V., UWB Bissendorf, UWG Hasbergen, UWG Melle e.V., UWG Glandorf, GfG Georgsmarienhütte, GfB – UWG Bohmte, UWG Ankum und die BLG–Bürgerliste Gehrde.

Jedes Mitglied des Kreisverbands – ob groß oder kleiner – wählt bis zu zwei Delegierte.
Es gibt in den Orten und Städten des Landkreises unabhängige Gruppierungen wie z.B. UWGs, die sehr viel mehr Mitglieder haben als unabhängige Gruppierungen in anderen Orten. Die Anzahl der Delegierten, die eine Mitgliedsgemeinde des Kreisverbands in die Delegiertenversammlung entsenden kann, richtet sich aber nicht nach der Mitgliederzahl der jeweiligen Mitgliedsgemeinde. Ob die nun groß ist oder klein: Laut Satzung kann jede Mitgliedsgemeinde bis zu zwei Delegierte wählen.
Die Aufgaben des Kreisverbands.
Laut Satzung soll der UWG Kreisverband Osnabrück-Land „allen Mitgliedern einen regelmäßigen Informationsaustausch zwischen der Kreisebene bzw. den Mitgliedern der Kreistagsfraktion gewährleisten und bei landkreisbezogenen Themen Hilfestellung leisten“. Der Kreisverband bereitet zudem „die Aufstellung der Wahllisten zu Kommunalwahlen des Kreistages im Landkreis Osnabrück vor und führt entsprechende Versammlungen durch“. Wofür stehen die unabhängigen Gruppierungen des UWG Kreisverbands Osnabrück-Land?

„Gerade in Zeiten wachsender Spannungen braucht es Kräfte, die verbinden statt spalten“.
Jede der unabhängigen Gruppierungen im Landkreis hat ihren eigenen Gründungs-Hintergrund und ihre eigene Geschichte. „Wir müssen im Interesse der Bürger auch im Landkreis eine angemessene Rolle spielen“, hieß es beispielsweise schon 1998 in einer Einladung der UWG Belm. Als man in Belm schon an eine UWG-Landkreis-Ebene dachte, war Ankum noch weit von einer UWG-Gründung entfernt. Die erfolgte erst 2011 – als Reaktion auf eine beispiellose Selbstzerfleischung innerhalb der CDU. Beispiellos dann auch die erdrutschartige Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse in Ankum.

Gut 51 %: Sensationserfolg der UWG Ankum im Wahljahr 2011.
Nur 5 Monate nach ihrer Gründungsversammlung errang die UWG Ankum bei den Kommunalwahlen 2011 aus dem Stand mit 51,01 % einen Sensationserfolg. Für die CDU ging es im Sturzflug runter von 75,54 % bei der Wahl 2006 auf 30,38 %. Detert Brummer-Bange war der Gründungsvorsitzende der UWG und wurde im November 2011 zum Bürgermeister gewählt. Damit ging eine jahrzehntelange Ära der CDU-Bürgermeister zu Ende. Bis heute. Auch aus den nachfolgenden Kommunalwahlen ging die UWG Ankum als stärkste Kraft hervor und stellt nunmehr seit fast 15 Jahren die Bürgermeister (von 2011 bis 2021 Detert Brummer-Bange, danach Klaus Menke).
„Unser Wirken lebt von Offenheit, Dialog, Zuhören und respektvollem Miteinander“. Jede der unabhängige Gruppierungen im Landkreis ist ein Unikat. Und doch ist man bei den grundlegenden Leitlinien des politischen Handelns in der Regel nahe beieinander. „Unser Wirken“, brachte es Gunars Libeks, der Vorsitzende des UWG Kreisverbands, vor einigen Monaten auf den Punkt, „lebt von Offenheit, Dialog,Zuhören und respektvollem Miteinander“. Hier einige Beispiele dafür, wie sich Unabhängige Wählergemeinschaften und -gruppierungen positionieren.

Parteien-unabhängig, sach- und lösungsorientiert, transparent, bürgernah, kein Fraktionszwang.
Beispiel UWG Belm. Sie sagt über sich: Die UWG Belm steht für eine „unabhängige, sachliche und bürgernahe Kommunalpolitik. Ohne Parteizwänge. Ohne ideologische Vorgaben“ (https://uwg-belm.de/).
Beispiel Melle. Zu den Grundsätzen der UWG Melle gehören z.B. Aussagen wie: „Wir stehen für eine bürgernahe, ehrliche und transparente Kommunalpolitik in Melle. Wir sind selbstbestimmt und entscheiden sachbezogen im Einzelfall“ (Quelle: https://uwgmelle.de/grundsaetze/).

Beispiel UWG Ankum. Da ist in der Satzung zu lesen: „Nicht Parteipolitik, sondern Bürgerpolitik ist der Grundsatz der UWG. Ziel ist es, Kommunalpolitik so zu gestalten, dass ein Sinn erkennbar, ein Nutzen für alle erreicht, politische Abläufe durchschaubar und auf die Gemeinde zugeschnitten werden“ (https://uwg-ankum.de).
Kein Fraktionszwang: Auch das gehört zu den Markenzeichen der Unabhängigen Wählergemeinschaften und -gruppierungen. „In politischen Fragen ist die persönliche Gewissensentscheidung zu akzeptieren und fair zu achten“, lautet z.B. die entsprechende Formulierung in der Satzung der UWG Ankum.

Wie alles begann: Von der UWG-Plattform zum Kreisverband.
Die UWG Belm initiierte 1998 zunächst einen „Runden Tisch“ und anschließend die Gründung einer UWG-Plattform im Landkreis Osnabrück. Zu den damaligen Gründungsmitgliedern gehörten die UWGs aus Belm, Bad Laer, Georgsmarienhütte, Glandorf, Hilter a.T.W., Bad Rothenfelde, Bad Iburg und Wallenhorst. Weitere UWGs schlossen sich im Laufe der Zeit an.
Die beteiligten Wählergemeinschaften trafen sich in unregelmäßigen Abständen zum politischen Austausch und zur Abstimmung, insbesondere im Vorfeld von Kreistagswahlen und den entsprechenden Aufstellungsversammlungen.
Bereits 2016 sowie erneut 2021 wurde dann die Idee diskutiert, einen UWG-Kreisverband mit eigener Satzung und festem Vorstand zu gründen. 2025 war es so weit: Aus der bisherigen UWG-Plattform wurde der UWG-Kreisverband Osnabrück-Land.

