Dass 12 Pflegefachkräfte aus Indien und Iran ihre Prüfung im Landkreis bestanden haben und jetzt ins Berufsleben starten, ist nicht die einzige gute Nachricht zum Thema Anwerbung ausländischer Fachkräfte. Die zweite gute Nachricht: Der Landkreis wurde offiziell als Modellkommune in das von der Bundesregierung unterstützte Programm „Internationale Fachkräfte-Brücke Deutschland“ aufgenommen.
Nicht nur die Pflege leidet unter einem Mangel an Fachkräften.
Um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken, ist der Landkreis Teil eines speziell darauf ausgerichteten Kooperationsprojekts. Der jüngste Erfolg dieser Initiative sind die 12 neuen Pflegefachkräfte aus Indien und Iran. Aber nicht nur die Pflege leidet unter einem Mangel an Fachkräften. Um sich noch stärker im Themenfeld Fachkräfteeinwanderung zu engagieren, bemühte sich der Landkreis darum, als Modellkommune in das von der Bundesregierung unterstützte Programm „Internationale Fachkräfte-Brücke Deutschland“ aufgenommen zu werden. Dieses Bemühen war erfolgreich. Worum es da geht, war ein Thema in der Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz, Integration und Ordnung am 10. Februar.

„Die UWG-Kreistagsfraktion unterstützt ausdrücklich das Engagement des Landkreises zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte“. Willkommenskultur.
Detert Brummer-Bange (UWG) ist der Vorsitzende des Ausschusses für Feuerschutz, Integration und Ordnung. „Einen ausführlichen Sachstandbericht zum Modellprojekt „Fachkräfteeinwanderung für Geflüchtete“, so Brummer-Bange, „wird es, weil die Referentin verhindert war, erst in einer späteren Sitzung geben. In der Vorlage zu diesem Tagesordnungspunkt wurde jedoch erläutert, worum es im Wesentlichen geht“.

Das Ziel des Modellprojekts „Fachkräfteeinwanderung für Geflüchtete“ ist, Fachkräfte bzw. Auszubildende für regionale Engpassberufe z.B. im Handwerk zu finden oder im gewerblich-technischen Bereich (bspw. Schweißer, Konstruktionsmechaniker, Elektroniker und Industriemechaniker). Der Weg dahin: Von Unternehmen gemeldete Stellenprofile werden mit einem internationalen Talent Pool mit mehr als 140.000 geflüchteten Fachkräften abgeglichen. Die Unternehmen erhalten dann laut Vorlage „Vorschläge geeigneter Bewerberprofile, auf deren Basis die weiteren Schritte im Rekrutierungs- und Anerkennungsprozess erfolgen“. „Als UWG-Kreistagsfraktion“, so Detert Brummer Bange, „unterstützen wir ausdrücklich das Engagement des Landkreises zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte und engagieren uns für eine Willkommenskultur, die Wertschätzung ausdrückt für die Ausländerinnen und Ausländer, die dazu beitragen, unseren Fachkräftemangel zu lindern.“

„Was ihr in den letzten Monaten geleistet habt, verdient großen Respekt“.
Zu den Pflegefachkräften aus Indien und Iran heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises: „Was ihr in den letzten Monaten geleistet habt, verdient großen Respekt. Ein neues Land, eine neue Sprache, neue Anforderungen, neue Arbeitsweisen – all‘ das zu meistern ist alles andere als selbstverständlich. Darauf könnt ihr wirklich stolz sein.“ Die angeworbenen Talente sind teilweise direkt mit ihren Lebenspartnern eingereist. In anderen Fällen ist der Familiennachzug nach erfolgreicher beruflicher Anerkennung vorgesehen.
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