Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Ankum der Niels-Stensen-Kliniken wird vom Landkreis einen Betriebskostenzuschuss von 300.000 € erhalten. Mit dieser finanziellen Unterstützung soll zunächst einmal die ambulante fachärztliche Versorgung vor Ort gestärkt und nachhaltig gesichert werden. Es geht aber noch um mehr. Dazu dieser Bericht der UWG Kreistagsfraktion.
Das MVZ: Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie.
Zum Hintergrund: 2023 wurde das Marienhospital Ankum geschlossen. Aus dem bis dahin klassischen Krankenhaus wurde das Regionale Gesundheitszentrum RGZ Ankum. Dieses RGZ bündelt ambulante Medizin und stationäre Grundversorgung. Das MVZ übernimmt dabei die ambulanten Angebote des RGZ. Das heißt: Im Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) werden Patientinnen und Patienten ähnlich wie in einer Facharztpraxis nach Terminvereinbarung ambulant untersucht und behandelt. Im MVZ gibt es Arztsitze aus den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Orthopädie.

Landrätin Anna Kebschull zur Entscheidung des Kreisausschusses, das MVZ finanziell zu unterstützen: „Es ist das erste Mal, dass der Landkreis Osnabrück eine solche Förderung gewährt. Wir setzen ein deutliches Zeichen für wohnortnahe, medizinische Angebote und Versorgungssicherheit – für den gesamten Landkreis.“
„Ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung der medizinischen Versorgung“.
Detert Brummer-Bange, Vorsitzender der UWG-Kreistagsfraktion: „Die anhaltenden Veränderungen im Gesundheitswesen belasten und irritieren viele Patientinnen und Patienten und stellen auch für alle politischen Entscheidungsträger eine große Herausforderung dar. Im Kreistag sind wir ja immer wieder mit der Materie befasst, und ein Ende ist nicht in Sicht. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Land Niedersachsen.
Das RGZ in Ankum ist ein Modellprojekt des Landes, aber aus meiner Sicht sind die Regeln für den Betrieb eines solchen RGZ alles andere als klar und es ist weiterhin offen, wie genau aussehen soll und wird, was als ’sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung‘ bezeichnet wird. Aber gerade weil vieles noch im Fluss ist, begrüßen wir als UWG-Kreistagsfraktion die Zuschuss-Entscheidung, denn sie ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Zukunftssicherung der hiesigen medizinischen Versorgung.“

„Gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und den Niels-Stensen-Kliniken die nächsten Entwicklungsschritte gehen“.
Wichtig ist die Zuschuss-Entscheidung aus einem doppelten Grund. Kreisrat und Gesundheitsdezernent Malte Stakowski bringt es in der Pressemitteilung des Landkreises auf den Nenner: ,Durch den Beschluss sichern wir die fachärztlichen Kapazitäten vor Ort. Das ist eine zentrale Grundlage, um gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und den Niels-Stensen-Kliniken die nächsten Entwicklungsschritte für den wichtigen Gesundheitsstandort in Ankum für den Nordkreis zu gehen‘. Detert Brummer-Bange: „Es ist schon jetzt absehbar, das zeigen Signale des Landes Niedersachsen, dass die Frage nach der Beteiligung von Kommunen an der Finanzierung des RGZ bzw. des MVZ uns weiterhin beschäftigen wird.“

